Unglücksfall in Rehna am 12.September 1867

Ueber einen am 12. Sept. in Rehna stattgehabten Unglücksfall wird dem M. A. berichtet: Die etwa 12jährige Tochter des hiesigen Wassermüllers B. begab sich heute Mittag im jugendlichen Frohsinn in die Mühle, stieg auf den mit Korn gefüllten Rumpf und bückt sich, um ein Körnchen herauszuholen. Zum Schrecken der Anwesenden ergreift die nicht weit vom Rumpfe senkrecht stehende, vom Boden kommende und in das Wasser hinabreichende eiserne Welle die Kleider des armen Mädchens und schwingt dieses gewaltsam im Kreise mit herum, den Kopf gegen den Rumpf stoßend. Die Unglückliche lag besinnungslos da und hatte natürlich arge Verletzungen davongetragen. Edle Theile sind, wie wir hören, am Kopfe nicht geradezu verletzt, jedoch können die Folgen der furchtbaren Erschütterung doch sehr gefährlich werden. Der eine Arm ist so stark verletzt, daß Hr. Dr. Barck sofort eine Operation hat vornehmen müssen. Die Rettung des armen Kindes soll sehr zweifelhaft sein.

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